Neue aktuelle Jagderlebnisse mit den Teckeln im Januar 2010 - siehe - Bericht weiter unten!
Hier möchte ich einige Eindrücke aus dem Fläming und der Jagd mit meinen Teckeln zeigen.
14.01 – 16.01.10 Enten,- und Baujagd in Niedersachsen
Mit der gesamten Dackelbande konnte ich wieder in den Bremer Raum zu ganz ganz lieben Dackelfreunden fahren. Nach 3,5 Std. Fahrt komme ich am späten Nachmittag bei Angelika und Detlef an. Zuerst gehen wir eine kl. Runde mit allen Dackeln, damit sich die beiden „Rudel“ auf neutralen Boden begrüßen konnten. Es ist dann immer wieder erstaunlich wie sich 11 Teckel samt Welpen im Alter von 7 und 11 Wochen im Hause vertragen können. Am nächsten Morgen sollte es schon früh losgehen – ersteinmal zur Entenjagd. Mehr oder weniger über die Straße, den Feldweg lang ist dort weit und breit das einzige langsam fließende Gewässer was soweit offen ist wo die Enten verweilen. Alle anderen Gräben sind mit Schnee bedeckt! Um 8.00 Uhr geht`s raus, wir sind zu Dritt und ich habe meine Kelly mit dabei – sie „liebt“ Enten! Und tatsächlich machen wir einige Enten hoch und ein Erpel fällt auch vom Himmel. Detlef geht mit Kelly zur der vermeidlichen Stelle und sackst bis fast zu den Hüften ein – ein zugewehter Graben. Er schickt Kelly voraus – die Teckelhündin kann unbeschadet rüber gehen und holt die Ente. Mit viel Passion und Kraft holt Kelly den Erpel – sie selbst sackt bis zu den Schultern in den Schnee ein. Sie möchte aber auch weiterhin den Erpel tragen obwohl wir ihr es anbieten, sie von der „Last“ zu befreien. Die Entenjagd dauerte nur kurze Zeit und der Revierinhaber war glücklich Kelly kennenlernen zu können! Er selbst immer DD geführt, hat jetzt eine 6 Monate alte rote Kurzhaarteckelhündin die auf den Namen „Lena von den Wirsitzer Eichen“ hört und Kelly die „Oma“ ist! Sehr begeistert mit welchen Willen ein Teckel auch Enten holen kann! Wir fahren wieder nach Hause um die Hunde zu wechseln – denn um 9.30 Uhr sollte es weiter gehen,- die Baue kontrollieren. Faylinn, Neela und Hannah kommen jetzt mit, wir holen noch Uwe und Hartmut ab. Im Bus haben wir alle gut Platz und es geht ins Revier. Glücklich mit Allrad unterwegs zu sein, können wir auch die schneebedeckten Feldwege langfahren. Die ersten Baue kontrollieren wir – Faylinn soll arbeiten – sie schlieft nicht ein, die Eingänge sind zugeweht – es scheint niemand zu Hause zu sein! Dann ein Feldbau, wir lassen den Bus in einigen 100m Entfernung stehen und laufen zu zwei Bauen die ca. 500m voneinander entfernt sind. Ich nehme auch noch Neela mit da sie ggf. auch arbeiten soll! Faylinn in jetzt sehr interessiert, es riecht hier auch nach Fuchs. Sie schlieft ein und nur kurze Zeit später hört man sie. Es bestätigt sich, hier wohnt jemand drinnen! Ich habe Mühe Neela ruhig zu halten, Detlef, Hartmut und Uwe sind gut postiert, ich stelle mich hinter Detlef – meine Flinte habe ich zurückgelassen, da es mir doch zu umständlich ist, den Hund anzusetzen, aufzupassen das kein Schnee in die Läufe kommt und dann noch mit Neela an der Leine! Drei Schützen sollten ja auch genug sein. Flo kommt dann 3x aus dem Bau heraus um nachzusehen ob wir denn auch noch alle da sind. Es ist die erste Naturarbeit die sie arbeitet. Natürlich ist sie auch noch etwas unerfahren. Sie schlieft immer wieder selbständig ein und bedrängt unter Tage den Fuchs, deutlich hört man ihr böses Bellen. Dann ganz plötzlich nach ca. 20/30 min. springt der Fuchs. Er wird mehr von schräg hinter beschossen, droht aus den Schrottschußfeld zu fliehen. Zwar getroffen flieht er weiter, kurzentschlossen schnalle ich Neela, die sofort hinterher ist und den „Roten“ zu fassen bekommt. Unterdessen kommt auch Flo wieder ans Tageslicht und nimmt natürlich die Witterung auf und ist in kurzer Zeit ebenfalls am Fuchs, der natürlich sofort gebeutelt und in Besitz genommen wurde. Auf dem Rückwege kontrollieren wir noch einen Bau,- es wäre zu viel des Glücks gewesen, wenn auch dort Reinicke drin gesteckt hätte! Neela hätte dann ggf. auch arbeiten können. Sie hat jedoch große Probleme in die 20ziger Rohre einzuschliefen, sie ist einfach zu großrahmig und sie bleibt meist hinter den Schultern stecken. Flo kontrolliert dann nochmal – nichts – kein Interesse – sie steckte nur mal kurz die Nase rein – kein Fuchs da! Zwischendurch kann ich Hannah raus aufs Feld lassen, sie soll auf Schußfestigkeit geprüft werden. Kein Thema, sofort hat sie die Nase unten und geht ihre Wege. Zwei Schrottschüsse fallen, den Dackel interessiert es wenig, die Gerüche sind viel zu intensiv! Es ist jetzt Mittagszeit und wir machen uns auf dem nach Hauseweg. Hartmut hatte für uns Würstchen vorbereitet. Eine willkommene Mahlzeit und wir konnten noch ein wenig über die allererste Arbeit von Flo unter der Erde reden. Einstimmig – die 20 Monate alte Hündin hat das ganz super gemacht, immer wieder rein und nicht aufgegeben und immer wieder nachgesetzt. Eine ganz ganz kleine Schramme hat sie an der Lefze, die aber wirklich nicht der Rede wert ist. Ein sehr schöner abwechslungsreicher Jagdtag mit Erfolg geht zur Neige. Der Nachmittag wird mit Grünkohl und Pinkel als Stärkung verbracht. Hella, die gute Hausfee kocht einfach genial. Den Rest des Abends verbringen wir mit Welpen knuddeln und einen wohlverdienten Glas Rotwein. Die Dackel toben im großen Garten und liegen natürlich mit auf dem Sofa – wie es sich für Jagddackel eben gehört! Gegen 22.00 Uhr falle ich todmüde ins Bett und schlafe bis zum nächsten Morgen 8.30 Uhr durch. Nach dem Frühstück wollen wir noch mit dem „Jungvolk“ raus auf die Felder! Stöbern üben – ggf. Hasen finden! Nun wir waren ca. 2 Std. unterwegs – Hasen hatten wir 4 an der Zahl – laut war auf der Hasenspur kein Dackel, es muss am Schnee liegen dass sie die Witterung nicht aufnehmen können. Rehwild machen wir auch hoch, was für die Dackelnasen doch viel intensiver ist, da kam dann auch der gewünschte Spurlaut raus und die Fährte wurde verfolgt. Ein eisiger Wind weht, die jungen Hunde sind erschöpft und fangen an zu frieren. Wir fahren nach Hause. Ein deftiges Mittagessen erwartet uns, wir sitzen noch einige Zeit zusammen, dann lege ich mich noch einmal kurz für ca. 1 Std. hin. Ich will noch am frühen Abend nach Berlin fahren.
Ganz, ganz lieben Dank geht hier wieder an die Gastfreundschaft von Angelika, Detlef und Hella. Ich freue mich auf Euch, wenn Ihr im April wieder in Berlin seid. Und natürlich herzlichen Dank an Hartmut in dessen Revier wir die Baue kontrollieren konnten, Uwe als Schütze und 3´ter Mann.
Drückjagden um Heinersdorf, 10.01.10 Schwarzwild und Rehwildjagd im Tiefschnee. Temperaturen um die – 4 Grad mit etwas leichtem Schneefall machen die Landschaft zu einem ganz besonderen schönen Winterreiz. Es sind nur 3 Treiben und ein Beagle der etwas Beunruhigung in den Einständen machen soll. 8 Jäger postieren sich in die Winterlandschaft, ich kann auf einen Hochsitz rauf und bin etwas geschützter als die Jäger die an der Feldkante stehen. Der Wind ist eisig. Ich habe keinen Teckel dabei, er würde schlichtweg in den Schneemassen versinken. Mühselig laufe ich dick angezogen über das Feld zum Hochsitz, sinke teilweise bis zu den Knien in den Schnee ein. Als ich dann endlich oben war und die Waffe laden wollte, kommt unverhofft weibliches Rehwild auf ca. 40m bei mir vorbei – schade – meine Waffe ist noch nicht geladen, somit komme ich leider nicht zum Schuss. Der Schütze unweit am nächsten Hochsitz kommt zu Schuss und das Rehwild kommt zur Strecke. Noch ein Stück Schwarzwild wird beschossen und das war es dann auch, was in den 2,5 Std. Bewegungsjagd auf der Strecke lag.
Ein durchkommen war nur mit Allradfahrzeugen möglich, schon wir hatten Probleme durch die hohen Schneeverwehungen. Und prompt sacke ich bis zu den Türen ein, ein herauskommen war ohne Hilfe nicht möglich. Ein Jeep zog mich dann raus!
Dezemberdrückjagden um die Reviere zwischen Heinersdorf und Dietersdorf.
Obwohl zwischen diesen beiden Jagden nur 14 Tage dazwischen lagen, waren sie sehr sehr unterschiedlich. Bei der ersten Jagd hatten wir fast frühlingshafte Temperaturen mit Sonnenschein und dementsprechend üppiger fiel auch die Strecke am Ende des Jagdtages aus. Es lagen 15 Stck. Schwarzwild und 5 Stck. Rehwild! Ich hatte meine schokobraune Hündin Neela mit dabei, die soweit sehr brav und aufmerksam am Stand auf ihrer Decke lag. Als jedoch Rehwild hochflüchtig wechselte, war sie allerdings nur schwer wieder zu beruhigen, am liebsten wäre sie natürlich mit ins Treiben gegangen! Neela ist jedoch eine sehr gute Schweißhündin und da ist stöbern nicht wirklich angesagt!
Dann 2 Wochen später - Schnee und eiseskälte um die -14 Grad! Warm angezogen und ohne eigenen Teckel treffen wir uns um 9.00 Uhr! Frank hatte diesmal beide Teckel mit dabei,- Carl und Dilara sollten diesmal mit ins Treiben geschickt werden! Bei dieser Kälte fiel die Strecke nicht ganz so groß aus aber es fielen dann doch noch 5 Stck. Schwarzwild, 2 Stck. Rehwild und ein Fuchs!
03.12.2009 Jagderfolg mit Neela.
Es ist ein kalter aber trockner Dezembertag, die Sonne kommt ab und zu durch die Wolkendecke und ich wollte mit Neela raus ins Revier. Schnell sind die Jagdsachen zusammengepackt - 40 Minuten später fahre ich bereits den Feldweg ins Revier rein. Ich sehe schon von weiten ein kleines Rudel Damwild stehen, überlege ob ich jetzt rechts reinfahre zur Gatterkanzel oder doch weiter zur Schwarzen Kanzel! Ich fahre weiter, dass kleine Rudel Damwild hat mich natürlich mitgekriegt und ist weg. Einige wenige hundert Meter weiter steht vor der "Schwarzen Kanzel" - ich halte an, lasse den Motor weiterlaufen - 16 Stck. Damwild! Ich fahre nur noch wenige Meter weiter links ran und warte. Auch hier bekommt das Damwild natürlich die Beunruhigung mit, sehen mich aber nicht,- es zieht wieder in die Dickungen. Es ist aber erst kurz nach 13.30 Uhr und ich hoffe, wenn ich sitze, dass es wiederkommt! 15 Minuten später hatte ich es mir mehr oder weniger bequem gemacht und wartete nun darauf das sich wieder Wild zeigt. Ich habe nur ein Kanzelfenster auf, Neela liegt neben mir auf der Bank eingerollt in ihrer Decke, es ist kühl. Ich ziehe mir Handschuhe an und habe meine Mütze tief bis ins Gesicht gezogen. Immer wenn ich das Fernglas hoch nehme und durchschaue, beschägt es! Es vergehen fast 2 Std. und nichts rührt sich. Die Sonne verschwindet langsam und es ziehen leicht Nebelschwaden auf, mich fröstelt es. Dann taucht aus den heraufziehenden Nebel ein Damspießer auf und zieht gemächlich auf den Acker wo sie Äsung finden. Ein zweiter Spießer folgt, dann kommt hinterher ein Alttier mit zwei Kälber. Lange kann ich sie beobachten - und entscheide mich ein Kalb wegzunehmen. Ein schwarzes und ein normal gefärbtes mänliches Kalb führt sie. Das schwarze ist das stärkere, kräftigere und warte bis das andere Kalb quer um die Kugel anzutragen. Ein kurzes aufbäumen und eine Flucht von ca. 50-80 Meter und es bricht zusammen, die anderen flüchten in die Dickungen. Es ist 16.00 Uhr, lasse Neela die kurze Totsuche machen, damit der Dackel ein Erfolgserlebnis hat und berge das Stück,- ziehe es mit dem Dackel hinten dran zum Hochsitz! Zwischenzeitlich rief mich mein Mann an und meinte ganz trocken, ob ich daran gedacht habe, dass ich um 18.00 Uhr zu Hause sein muss! Nee hatte ich nicht - also alles im Eiltempo versorgt, dass Auto geholt und genau 1 Std. später war ich bereits auf Autobahn Richtung Potsdam/Berlin.
15.06.2009 Die Sauen im Weizenfeld!
Am Montag entschließe ich mich kurzfristig, noch am Nachmittag ins Revier zu fahren. Schnell sind alle nötigen Sachen zusammengepackt und um 15.30 Uhr bin ich bereits auf der Autobahn in Richtung Hohen Fläming. Es ist bewölkt – noch aber hält sich das Wetter. Als Begleitung ist Kelly dabei, bevor sie die Welpenpause machen muss, darf sie nocheinmal mit raus! Bevor ich ins Revier zum Ansitz fahre, habe ich mit Lothar alles abgesprochen, wo ich mich ansetzen sollte. Das Schwarzwild macht momentan mächtig Schaden im Rabs und im Korn. Ein fahrbarer Sitz ist auf eine kleine Lichtung zwischen Rabs und Weizen am Morgen hin transportiert worden und genau da sollte ich mich ansetzen. Es fängst an zu nieseln, es ist aber nicht kalt als ich mit Kelly auf dem Sitz bin. Für ca. 1 Std. passiert gar nichts, ich beobachte einfach nur die Natur. Dann ganz plötzlich im Weizen, nicht weit von mir entfernt ist Schwarzwild zu Gange. Mit meinem Entfernungsmesser orte ich wie weit sie weg sind – nicht weit – 72m! Und das um 18.00 Uhr! Ich war ersteinmal ziemlich beeindruckt und überrascht sie so früh zu Gesicht zu bekommen. Es sind 4 Stück an der Zahl, Frischlinge waren nicht zu sehen oder zu hören. Ich konnte sie sogar noch fotografieren bis ich mir dann das kleinste Stück aussuchte. Meine Waffe hatte ich schon im Anschlag bis nun endlich das eine Stück sich etwas von den anderen entfernte und auf eine kleine Anhöhe ging, denn da war das Korn nicht so hoch sondern es reichte nur etwa bis zum Bauch. Ich hatte eine Überläuferbache in Glas und als sie quer stand, konnte ich die Kugel antragen. In einem heiden Galopp stürmten alle viere auf und davon. Durch das Weizenfeld und rein in die Luzerne, als das ein Stück sich plötzlich überschlug und die restlichen 3 Stücken das Weite suchten. Immer noch hatte ich meine Waffe im Anschlag um ggf. nocheimal nachsetzen zu können, was nicht nötig war. Ich ließ ca. 20 min. vergehen, zwischenzeitlich ist der Nieselregen in richtigen Regen übergegangen und bin mit meiner Kelly und natürlich meiner Waffe runter vom Sitz um das Stück Schwarzwild zu suchen. Mit mächtigem Respekt und ganz langsam sind wir dann durch`s Weizenfeld gegangen. Meine Klamotten waren schon nach kurzer Zeit total durchnässt obwohl ich eine Wildlederhose anhatte! Kelly am sehr kurzen Riemen – höchsten 2m mit tiefer Nase am Boden voran. Schweiß haben wir nicht gefunden, es war aber deutlich zu sehen wo sie ersteinmal zusammen durchmarschiert sind. Dann ging es weiter im Luzern, der auch schon kniehoch stand, immer noch ganz langsam und Kelly nur 2m voraus. Kelly ist dann ersteinmal in einem Abstand von ca. 30m an Stück vorbeigelaufen, sie bemerkte es aber sehr schnell, fing an zu bögeln und wollte zurück. Ich ließ sie gewähren und dann waren wir in wenigen Minuten an der bereits verendeten Sau. Kelly nimmt das Stück in Besitz und ich mache mir schon mal einen Kopf wie ich sie zum Auto bekommen. Unterdessen klitschenass aber glücklich über mein gestrecktes Stück, hängt die Überläuferbache ca. 1,5 Std. später am Hacken der Waage und lässt den Zeiger bei 37 kg aufgebrochen stehen.
13./14.01.09 Revierübergreifende Baujagd in Niedersachsen.
Nach einigen Tagen der Abwesenheit, bin ich heute am Nachmittag (15.01.09) wieder heile, glücklich, zufrieden und voller Stolz zu Hause angekommen. Ich war seit Montag (12.01.09) Mittag bei Angelika und Detlef in Bokel. Dort sollten die Teckel die Baue im Revier über zwei Tage kontrollieren und arbeiten. Das Wetter war ja sehr vielversprechend. Am Dienstag ging es los und Cappuccina sollte vorrangig schliefen,- erst nach einen Naturbau und 5 Kunstbaue im Revier, sprang im 6`ten Kunstbau der Rote, der leider nicht zur Strecke kam und das Weite suchte. Am nächsten Tage war ganz in der Früh Gänsejagd am Weserarm angesagt. Das war für mich ein völlig neues Jagderlebnis im meterhohen Schilf zu stehen und zu warten bis die Gänse anlanden. Wir waren insgesamt 4 Jäger mit dem Jagdgehilfen Theo, einen Deutsch-Langhaarrüden. Zwei Gänse kamen auch zur Strecke. Dann gegen 9.30 Uhr ging es wieder weiter ins Revier mit den Teckeln. Diesmal mit Dorothea und Peggy-Sue. Zwei Baue waren nur mit dem Traktor samt Anhänger zu erreichen. Die Teckel arbeiteten im Kunstbau,- der Fuchs lag jedoch so fest in der Röhre, dass wir nach 1,5 Std. abbrechen mußten. Bis zum frühen Nachmittag fuhren wir revierübergreifend die Baue ab, bis wir letztlich noch einen Kunstbau hatten, wo der Fuchs steckte. Die kleine Peggy-Sue von den Wirsitzer Eichen, gerade mal 12 Monate und 2 Tage alt, arbeitet hervorragend in Bau. Die Hündin hat den Fuchs dermaßen bedrängt das er sprang und zur Strecke gekommen ist. Ganz großes Waidmannsheil dem "halben Rehsprungdackel". Peggy ist über Alf vom Rehsprung, einen Kelly-Sohn und Emily v. d. Dombergspatzen gezogen und steht im Jagdgebrauchsteckelzwinger von den Wirsiter Eichen. Auch Dorothea v. Rehsprung ist dort zu Hause.
Peggy-Sue v. d. Wirsitzer Eichen
Die beiden Baujäger Cina und Peggy
MultiChamp. Gebrauchssieger 09 Cappuccina Petite Princess vom Rehsprung
DtJChamp.08 Peggy-Sue Von den Wirsitzer Eichen LZ: Sp./J. BHFK/95J, Wa.-T, wenn die Kommission positiv entscheidet auch BHN/F.
22.12.2008 Vorweihnachtsansitzjagd mit Cappuccina.
Nach Cina`s Welpenpause wollte ich die „Tigermaus“ mit ins Revier zur Ansitzjagd mitnehmen. Dazu muss ich sagen, Cappuccina hat soweit alle jagdl. Prüfungen nachgewiesen, hat auch die jagd. Brauchbarkeit für Brandenburg, nur zur wirklichen Jagd hatte ich bisher immer Kelly oder Neela dabei. Heute sollte es ihr erster Tag mit mir im Revier bei der richtigen Jagd sein.
Vom Wetter her ist es trocken jedoch recht windig aber ziemlich mild mit über 8 Grad. Mittagszeit verlasse ich mit Cina das Haus und bin gegen 13.15 Uhr im Revier. Kurze Absprache wo ich ansitze, - frei ist momentan für mich nur weibl. Reh/Damwild, da wir in der 2`ten Januarwoche noch eine Ansitz/Drückjagd haben, sollen natürlich auch Trophäenträger frei sein! Auch im Hohen Fläming ist es sehr windig und ich erhoffe mir eigentlich heute keinen Jagderfolg. Egal denke ich, dann genießen wir eben nur den Nachmittag für 2-3 Std. und fahren gemütlich wieder nach Hause! Es kommt aber ganz anders,- ich sitze um 13.30 Uhr in der „schwarzen Kanzel“, Cina mit ihrer Decke natürlich neben mir auf der Bank. Alles ist griffbereit und ich schaue mir die Landschaft durch mein Fernglas an. Es ist teilweise so windig das die Kanzel wackelt und nie im Leben hab ich daran gedacht das sich Wild sehen lässt! Nur 1 Std. später, ich habe auf die Uhr geschaut um 14.30 Uhr kommt ein kleines Rudel Damwild aus den Einstand. Ich kann sie eine Zeit lang durch mein Glas gut beobachten und es kommen immer mehr raus. Zwei kapitale Damhirsche, zwei Spießer, zwei Kälber und noch vier Tiere. Klar – mein Adrenalinspiegel sauste in die Höhe, ich greife zum Entfernungsmesser, der mir sagt, sie stehen auf 160-170 Meter. Nun für Damwild ist das machbar. Cina neben mir merkte natürlich das etwas passieren würde, jedoch konnte sie es nicht wirklich einordnen. Sie saß ganz artig neben mir. Ich hatte auch noch die Zeit einige Fotos zu machen, für meine Kamera jedoch zu weit weg. Ich suchte mir das eine Kalb aus, beobachte es lange durchs Fernglas so dass ich sicher gehen konnte, es ist auch weiblich. Dann nehme ich meine Waffe hoch um es ins Glas zu bekommen. Es dauert viele Minuten bis sich das Kalb so hinstellt, dass ich einen sicheren Schuss antragen kann. Es bäumt kurz auf und bricht sofort zusammen. Das restliche Damwild flüchtet in den Einstand und ist weg. Ich repetiere und warte, schaue kurz zur Uhr, es ist 14.50 Uhr. Immer noch die Waffe im Anschlag warte ich noch 10 Minuten um sicher zu sein, dass es auch wirklich liegt. Cina sitzt jetzt ganz erwartungsvoll neben mir und schaut mich an,- so nach dem Motto – was passiert denn jetzt! Danach nehme ich mir nochmals meinen Entfernungsmesser um die ungefähre Entfernung nach zu messen. Er sagt,- es liegt bei 164 Meter. Ich nehme meine Tigerin unter den Arm und bringe sie erst einmal runter und mache sie fest. Dann hole ich meine Waffe und mein Messer,- Cina kriegt rein prophylaktisch die Schweißhalsung um, dass kennt sie von den Prüfungen her. Ich gehe mit ihr über den fast blanken Acker, Cina einige Meter voraus. Ich sehe natürlich das Stück liegen. Ich bin glücklich und freue mich Cina die Beute zu zeigen. Wir sind fast am Stück dran, sie hat es natürlich schon in der Nase, sie bleibt sehen und wittert. Noch wenige Meter sind es, sie bleibt wieder stehen und wird ganz lang! Sie ist sehr vorsichtig und guckt sich das Damkalb ganz genau an. Ich ermutige sie und rede mit ihr. Dann ist kein Halten mehr und sie nimmt ihre Beute in Besitz. Das erste warme Stück ihres Lebens hat sie jetzt kennengelernt, sie wird dieses Erlebnis nie wieder vergessen. Ich versorge das Damkalb, Cina kriegt natürlich auch etwas ab und um 17.00 Uhr haben wir es gewogen,- 30 kg bringt es auf die Waage. Ich nehme es so wie es ist mit nach Hause um es kurze Zeit zu einem Gruppenmitglied zu bringen, der Fleischermeister ist um Wurst und Schinken daraus zu machen.
31.08.08 Der letzte Augusttag – ein Spätsommeransitztag.
Mittagszeit beschließe ich, doch noch die 68 km ins Revier zu fahren. Es ist warm, kaum Wind, ideale Bedingungen. Meine rote Teckeline merkt sofort, dass ich raus fahren will. Die anderen Teckel bleiben im Garten und ich wollte auch nicht ganz so spät wieder zu Hause sein – wollte!!!!
Um 15.15 Uhr fahre ich auf Lothar`s Hof,- keiner da, - die Mutter macht auf,- nee die Kinder sind in Belzig zum Burgfest!!! Ich sage bescheid, wo ich ggf. ansitze und bin wenige Minuten später im Revier. Ich fahre den langen Feldweg runter und überlege, fahre ich zur Brunnenkanzel oder doch lieber zur schwarze Kanzel!!! Ich wähle diesmal die schwarze Kanzel – eine gute Wahl, wie es sich später herausstellte. Schon von weiten kann ich ein Damwildrudel sehen, ich halte an, lasse den Motor aber laufen. Natürlich bemerkt mich das Damwild sehr schnell und verschwindet in den Dickungen. Ich stelle das Auto ab und laufe mit Kelly die ca. 400m zur Kanzel. Als ich alles ausgepackt hatte,- was man eben so braucht, wie Mückenspray, Verpflegung, Fernglass, Entfernungsmesser, Waffe laden usw. ist es 16.00 Uhr. Es vergehen 1,5 Std. in denen nichts passiert. Sehr weit weg, kommen dann wieder 3 Stück Damwild raus, im Glas sehe ich, es sind zwei Spießer und ein weibliches Stück, mein Entfernungsmesser zeigt 270 Meter – sehr weit weg. Ich kann sie eine Zeit lang beobachten, bis sie wieder verschwinden. Zwischendurch beobachte ich den Lufttanz der Schmetterlinge, ein Eichelhäher, der aufgeregt zwischen mehreren Kiefern hin und her fliegt. Noch steht die Sonne hoch, denn sie blendet mich noch, wenn ich aus dem einen Kanzelfenster rausgucke um die Umgebung zu beobachten. Ich genieße die Natur, den letzten Augustsommertag! Meine Kelly ruht neben mir auf der Banke, hat die Augen zu, ich weiß aber, dass sie eigentlich „hellwach“ ist. So vergeht eine weitere Stunde. Dann drehte ich mich um (180 Grad) und 4 Stück Damwild steht auf dem frisch bestellten Acker! Es kommen noch mehrere Stücke dazu, gar nicht so weit weg, zwischen 120 und 170 Meter. Die Kanzel hat nach jeder Himmelsrichtung Fenster die zu öffnen sind, ich drehe mich also um, ist zwar etwas unbequemer, ich wollte auch die zu verschiebene Bank jetzt nicht meiner gewünschten Sitzposition anpassen, da das Krach machen würde. Kelly habe ich zwischenzeitlich auf den Kanzelboden verbannt und ich habe mein Glas zur Hand und kann sie gut beobachten. Was ich sehe ist fantastisch, vier Kälber toben ungestüm herum, die dazugehörigen Muttertiere äsen genügsam, ein Spießer ist dabei, er ist imposant anzusehen. Dann ist da noch ein einzelnes weibliches Stück, kleiner als die Tiere und größer als die Kälber, ich kann es lange und gut beobachten. Ich spreche es als Schmaltier an. Obwohl ich auch den Spießer hätte strecken können, entscheide ich mich aber für das Schmaltier. Ich musste halt nur die passende Gelegenheit abwarten. Sie standen natürlich meistens sehr eng beieinander, da war gar nicht dran zu denken zum Schuss zu kommen. Ich denke mal ich habe bestimmt 20-30 Minuten im Anschlag gesessen um den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Irgendwann stand es quer alleine und ich konnte den Schuss antragen. Im Knall bricht das Schmaltier tödlich zusammen, das Rudel flüchtet. Ein Blick zur Uhr und es ist gerade mal 19.00 Uhr, ich packe alles zusammen und verlasse die Kanzel. Auf dem fast blanken Acker ist in der Ferne der weiße Bauch des gestreckten Stückes gut zu sehen. Rein prophylaktisch mache ich Kelly die Schweißleine um, damit sie noch ein wenig ihre Nase einsetzten kann. Es ist natürlich keine Nachsuche, ehe eine Suche nach dem Anschuss. Sie sucht quer, dass macht sie immer bei Natursuchen und in wenigen Minuten hat sie das Stück natürlich auch in der Nase und spurtet darauf zu um es in Besitz zu nehmen. Ich versorge das Stück, es ist immer noch recht warm und ich komme ganz schön ins schwitzen und nach einer geschlagenen Stunde ist es dann soweit transportfähig. Auch das war noch mal ein Akt, die „gefüllte“ Wildwanne ins Auto zu wuchten. Ich musste es alleine schaffen, denn es war keiner im Revier der mir helfen konnte. Schließlich fuhr ich dann, es wurde schon schummerig, zum Hof. Wildwanne raus,- ist einfacher als rein – in die Wildkammer gezogen, an den Flaschenzug mit Waage ran und hoch gekurbelt! Das Stück brachte 35 kg auf die Waage. Es ist jetzt schon 21.00 Uhr und ich mache mich auf den Heimweg, Dienstag früh werde ich es aus der Decke schlagen und zerteilen
Mein Hund schläft gemütlich auf dem Beifahrersitz, ich muss noch 68 km nach Hause fahren, jedoch mit einem schönen erlebnisreichen von Erfolg gekrönten Jagdtag im „Gepäck“.
03.08.08 Ein Sommernachmittagsansitz.
Nach Kelly`s Welpenpause nehme ich sie erstmalig wieder mit ins Revier. Schon beim zusammenpacken der Sachen weicht sie mir nicht von der Seite, so als ob sie mir sagen will,- hallo ich bin auch noch da und will mit! Natürlich hatte ich es schon für mich entschieden, dass sie heute meine Begleiterin sein wird. Es ist einer der vielen heißen Tage der vergangenen Wochen, das Thermometer zeigt 26 Grad. Locker und luftig habe ich mich angezogen, natürlich habe ich festes Schuhwerk an und falls es ja doch kühler wird, noch eine Jacke! Der Rucksack mal wieder irre schwer, da ich eine 1,5l Seltersflasche und Wasser für Kelly dabei habe. Es ist 15.15 Uhr und ich verlasse das Haus und verbringe erst einmal mindestens 30 Minuten im Stau auf der Autobahn. Die Baustelle am Dreieck Potsdam/Nuthetal ist mehr als ätzend! Endlich komme ich in Bergholz an, fahre zum Hof um Bescheid zu sagen, wo ich ansitze! Tochter Melanie macht auf,- nee keiner da, alle sind im Urlaub, ich hab Handlungsfreiheit. Aber am Tage zuvor hatte ich schon mit Hans abgesprochen, was zu strecken ist und daher war es schon abgestimmt. Ich fahre wie gewohnt den langen Feldweg runter und überlege, wo setzte dich am besten hin. Das Korn ist runter, die Felder zeigen nur noch die stoppligen Überreste. Es ist immer noch sehr heiß und es geht wenig Wind. Wie magisch zieht mich wieder mein Lieblingssitz an! Ich stelle meinen Camper am Wegesrand ab und mache die große Schiebetür auf, damit Luft rein kommt. Kelly nutzt es natürlich sofort aus und ist draußen! Nun, kann sie auch, sie hat noch nie eine „Eigenjagd“ veranstaltet. Sie geht zwar gucken, ist aber immer im Umkreis von 50m. Na, ja es sei denn, es steht Wild vor ihrer Nase auf! Endlich bin ich soweit und schließe den Camper ab und wie gehen gemeinsam zum Sitz. Ca. 100m zuvor nehme ich sie doch an die Leine, da der Sitz versteckt im hohen Gras umgeben von einigen Birken und Eichen steht. Da kann immer was versteckt liegen oder stehen.
Ich mache es mir mit meiner Kelly gemütlich, trotz Hitze liegt der Dackel natürlich auf ihrer Decke neben mir und nicht am Boden. Ich habe alles schön ausgepackt, die Seltersflasche steht am Boden, dort ist es kühler, die Waffe ist geladen und gesichert und mein Buch fehlt natürlich auch nicht! Es ist jetzt 17.00 Uhr und nichts passiert. Durchs Glas kann ich den einen oder anderen Hasen beobachten, dann noch ein Kranichpärchen mit einem Jungvogel stolziert an Feldrand lang, sonst nichts. Kelly liegt gelangweilt neben mir, selten macht sie den Versuch aus dem Kanzelfenster zu gucken. Ich mache einige Fotos, dann nehme ich mein Buch, aber immer mit dem Blick zum Fenster raus! Und dann kam gegen 18.30 Uhr der Augenblick, ein Reh wechselt, sehr schnell, eigentlich hochflüchtig, es ist von rechts aus dem Birkenbestand gekommen! Sofort verbanne ich Kelly auf den Kanzelboden, nehme mein Glas hoch um zu sehen, was ich da vor habe. Es ist ein Bock, recht klein, Stangen gerade mal Lauscherhoch. Er bleibt doch tatsächlich stehen, verhofft, ich schaffe es gerade noch meine R93 hoch zu nehmen, ihn ins Glas zu bekommen. Er zeigt mir den Spiegel, ich spanne schon mal vorsorglich die Waffe. Kelly sitzt bewegungslos am Boden, der Bock dreht sich quer und ich lasse fliegen. Alles passiert in wenigen Sekunden, ich hatte nicht einmal Zeit mein Entfernungsmesser zu benutzen! Ein kurzes aufbäumen, er bricht zusammen, in diesem Moment repetiere ich, er kommt nochmal kurz auf die Läufe. Ich warte, schieße nicht, einige wenige Schritte und er bricht tödlich zusammen. Kelly guckt mich erwartungsvoll an, sie weiß was jetzt kommt. Rein prophylaktisch mache ich die Schweißhalsung um, damit sie ein Erfolgserlebnis hat. Schon unten vom Sitz aus, nimmt Kelly die Richtung auf, ich lasse sie laufen, 1-2 Bögen und sie läuft zielstrebig auf ihre Beute zu. Ich lobe sie, ich freue mich mit meinem Hund mal wieder gemeinsam Beute gemacht zu haben. Ein kleiner Jährlingsbock liegt, aufgebrochen im Revier, wiegt er in der Wildkammer 11,5kg. Ich schlage ihn noch aus der Deckel und zerwirke ihn, er wird die Tiefkühltruhe zu Hause bereichern. Auf dem nach Hause weg schläft mein Hund gemütlich auf dem Beifahrersitz und träumt von ihrem tollen Jagderlebnis als Abwechslung nach der langen Welpenaufzuchtszeit. Waidmannheil mein treuer, kleiner roter Hund!
14.10.07 Ein erfolgreicher Nachmittagsansitz.
Heute bin ich nach gut 3 Wochen wieder raus ins Revier gefahren. Das schöne Herbstwetter wollte ich genießen und Kelly sollte mit dran teilhaben. Um 15.00 Uhr habe ich es mir gemütlich auf dem Ansitz gemacht, die Sonne lacht, die Vögel zwitscher - eben goldener Oktober. Eigentlich wollte ich ja noch einen Bock strecken, der morgen zu geht!!! Einen Rehbock habe ich heute allerdings nicht gesehen. Dafür kam Damwild raus, 4 Stück und ein einzelnes etwas später nach. Ziemlich weit weg, mein Entfernungsmesser zeigte immer so zwischen 200/230m, daß war mir auch für Damwild zu weit weg. Ich konnte sie fast eine Stunde lang ausgiebig beobachten. Irgendwann verschwanden sie und ich hatte eigentlich gedacht sie kommen wieder raus. Nein, sie waren für den heutigen Nachmittag weg! Langsam geht die Sonne unter, jetzt wird es merklich kühler, ich ziehe meine warme Jacke an, auch kriege ich kalte Hände. Ich bin allerdings nicht unbeding Maßstab, ich friere schnell!!!! Ich hatte heute schon warme "lange Unterhosen" an Es ist schon 18.00 Uhr, da sehe ich, daß wiederum Damwild aus der Kieferndickung rauskommt. Es sind 5 Stck, alles Hirsche, 2 Schaufler und 3 Spießer!!!! Meine Entfernungsmesser sagt mir wieder über 200m!!!! Sie kommen allerding gerade Wegs auf mich zu!!! Schnell nehme ich meine R93 hoch, den kleinsten Spießer suche ich mir aus!!!! Schnell noch mal nachschauen wie weit er weg ist - jetzt sind es 164m, er läuft langsam bleibt wie die anderen nicht stehen. Es ist freies Feld - dann kommen sie ganz kurz zu stillstand. Jetzt muß es schnell gehen sonst sind sie weg. Ich entsichere und schon bricht der Schuß, die anderen gehen hochflüchtig ab, er bleibt stehen, will langsam folgen. Nach einigen Metern bricht er zusammen. Es ist jetzt 18.30 Uhr und die Dämmerung bricht an. Eilig packe ich alles zusammen und baume ab. Da es sich um eine Wildwiese handelt und das Gas ungefähr kniehoch ist, lege ich Kelly die Schweißhalsung an, damit sie etwas zu tun bekommt! Ich laufe mit ihr in Richtung des Spießers und schnell hat sie die Witterung. Es ist jetzt schon zu dunkel um zu sehen was am Anschuß für Schweiß ist, ich weiß allerdings das es eine kurze Totsuche ist. Nach ca. 10 Minuten nimmt sie den Spießer in Besitz und darf auch dran zauseln!!! Ich habe Mühe ihn mit der Bergeleine zum Weg zu ziehen, er kommt mir sehr schwer vor. Völlig durchgeschwitzt komme ich endlich an, es ist jetzt stockfinster! Wenig später steht mein Auto am Wegesrand und die Scheinwerfer geben mir das nötige Licht um ihn zu versorgen. Um 20.00 fahre ich auf Lothar`s Hof vor und er hilft mir den Spießer in die Kühlkammer zu bringen. Gewogen haben wir noch nicht, Lothar meint zwischen 35-40kg wird er wohl haben.
31.07.07 Kelly`s Wiesenbock
Ich war fast 5 Wochen nicht im Revier, da ich mit meinen Teckeln Ausstellungen und Gebrauchsprüfungen geplant und gemeldet hatte. Heute wollte ich unbedingt wieder rausfahren und sei es nur um für 2-3 Std. die Natur zu genießen. Mit dem festen Willen, jetzt die Jagdsachen zusammenzupacken, ziehen schon wieder dunkle Wolken auf. Egal, wenn es eben regnet, ich will raus!!!! Gegen 15.00 Uhr habe ich den Rücksack auf dem Rücken, die Waffe im Futteral verstaut, Kelly an der Leine und schließe die Haustüre ab. Bis zum Revier sind es 68km und eine knappe dreiviertel Stunde später spreche ich mit Lothar ab, in welchem Revierteil ich ansitze. Schon als ich den Feldweg entlangfahre, sehe ich in der Ferne zwei Kraniche stehen. Der Versuch sie zu fotografieren scheitert kläglich als ich langsam an sie heranfahre. Schnell sind sie am Horizont verschwunden. Wenig später rast ein junger Hase vor meinem Auto vorneweg und die dunklen Wolken sind verschwunden. Ich fahre wieder zu meiner Lieblingskanzel,- dort hatte ich vor knapp 5 Wochen das Schmalreh gestreckt und Neela konnte „Beute“ machen. Es ist mittlerweile 16.30 Uhr, die Sonne wärmt zwar aber es weht noch ein ziemlich starker Wind. Um so erstaunter bin ich, dass nach kurzer Zeit Damwild aus den Beständen kommt. Es ist ein Rudel mit 7 Stück, Spießer, Kälber und Tiere. Lange kann ich das Rudel beobachten, in Schussentfernung kommen sie nicht. Irgendwann wechseln sie wieder in den Kiefernbestand um dann wieder nach 20min. das frische Gras der Wildwiese zu äsen. In der Ferne, an der Gatterkanzel maust ein Fuchs und ich genieße mit Kelly den Anblick. Der starke Wind legt sich je später der Nachmittag wird. Es ist jetzt sommerlich warm. Im Nachbarrevier kann ich 5 Stück Damwild im Glas beobachten, zwei Schaufler und drei Spießer aber eben ganz weit weg und sie machen auch keine Anstalten in unser Revier zu wechseln. Zwischendurch wechselt auch noch ein weibliches Stück Rehwild aus der Birkendickung in die Sonnenblumen rein. Es ist also viel Wild unterwegs welches ich lange und intensiv beobachten kann. Immer noch habe ich das Fernglas vor den Augen und beobachte die Damer im Nachbarrevier als Kelly plötzlich durch die Nase schnaubt!!! Sofort drehe ich mich nach links um und ein Stück Rehwild wechselt. Es muss aus dem Birkenbestand gekommen sein, ich hatte es natürlich nicht bemerkt, da ich ja andächtig die Damhirsche beobachtet. Mein kleiner Hund hatte „ihn“ aber schon in der Nase. Schnell griff ich zum Entfernungsmesser, dieser zeigte knapp 130m, dann der Griff zum Fernglas, es ist ein Bock, was hat er drauf, langsam nehme ich die Waffe hoch um ihn ins Glas zu bekommen, er wechselt langsam weiter, bleibt nicht stehen. Nochmals nehme ich das Fernglas zur Hand um ihn genauer anzusprechen, dann muß ich mich entscheiden, er entfernte sich langsam. Ich wartete noch einige wenige Augenblicke, pfeife laut, er verhofft, steht sogar gut quer und der Schuss bricht. Ich bin aufgeregt, es ist der erste Bock den ich gestreckt habe. Kelly sitzt ganz brav auf den Kanzelboden und guckt mich mit großen Augen schwanzwedelnd an. Sie weiß, gleich geht es runter und sie darf etwas in Besitz nehmen. Ich mache ihr schon oben in der Kanzel die Schweißleine profilaktisch um, etwas suchen müssen wir, da das Gras auf der Wildwiese ca. kniehoch ist, werde ich den Bock sicherlich nicht so einfach liegen sehen. Meine R93 unterlade ich bevor ich sie mir über die Schulter hänge, den Hund unter den Arm geklemmt, baume ich ab. Mit Kelly gehe ich in Richtung Anschuß und lasse sie an der langen Schweißleine diesen auch suchen. Es dauert lange bis wir überhaupt den Anschuß hatten, das kniehohe Gras bereitete mir und Kelly irgendwie Orientierungsschwierigleiten. Irgendwann verweißt Kelly Schweiß und zieht in eine Richtung, die ich eigentlich für völlig unmöglich hielt. Da Kelly aber schon einige Naturnachsuchen zuverlässig gearbeitet hatte, gehe ich ihr nach. Ich weiß nicht wie viel Meter, weit wird es sicherlich nicht gewesen sein vielleicht 150-250 Meter, als sie plötzlich stehen bleibt, die Nase geht hoch, sie wittert und jetzt weiß ich, meine rote Hündin hat den Bock in der Nase. Keine 15 Meter entfernt liegt er verendet im hohen Gras. Die ganze Suche hatte mindestens 30 Minuten gedauert! Ohne Hund wäre ich wohl ein vielfaches an Zeit suchend umhergelaufen. Kelly nimmt den Bock in Besitz und darf auch mächtig dran „rumzauseln“. Meinen ersten Wiesenbock streckte ich um 19.45 Uhr, stolz, glücklich und zufrieden endet ein wunderschöner gemeinsamer Jagdtag mit meinen kleinen roten"Försterdackel".
Er hängt in der Wildkammer, hat 14 Kilo auf die Waage gebracht und ist ein Jährling, dessen Gehörn noch nicht lauscherhoch ist und nur eine kleine Vereckung zeigt. Am Donnerstag wird er aus der Decke geschlagen und küchenfertig zerwirkt.
24.06.07 Jagderfolg mit der Schokomaus.
Es ist herrliches warmes Sommerwetter, ich will noch raus ins Revier zum Nachmittagsansitz. Kelly und Cappuccina bleiben zu Hause bei „Herrchen“ auf der Terrasse. Schnell sind die Sachen zusammengepackt und Neela ist ganz aus dem Häuschen, ganz alleine mit „Frauchen“ ins Revier fahren. Gegen 15.00 Uhr fahre ich auf Lothar`s Hof vor und spreche ab, auf welchen Sitz ist gehe. Eigentlich ganz klar, ich habe meinen Lieblingssitz, die Brunnenkanzel, zwar eine sehr kleine Kanzel aber super gelegen. Frei Sicht auf das Sonnenblumenfeld, wo die ersten sonnngelben Blüten zu sehen sind, dann die Birkenverjüngung, die Wildwiese und das Kornfeld mit den blauen Kornblumen und den wilden roten Mohn drin. Weiter hinten beginnt der Kiefernhochwald, einfach ein sagenhafter Ansitzplatz. Um 16.00 Uhr sitze ich bereits, Neela liegt auf den Kanzelboden, es ist sehr warm, meinen Rucksack empfinde ich diesesmal schwerer als sonst, vielleicht liegt es an der 1,5l Seltersflasche? Wieder kann ich Hasen beobachten, ich zähle 5 Stück. Der laue Wind ist sehr angenehm, ich habe alle Fenster offen, die Vögel zwitschern - Natur pur! Ganz hinter aus der Kieferndickung kommt ein Fuchs raus, sehr weit weg, er mäuselt, lange kann ich ihn durch das Fernglas beobachten. Nie hätte ich gedacht, dass er so unvorsichtig ist und mir gefährlich nahe kommt. Ich denke an den deutlich gestiegenen Hasenbesatz und die wenigen Rebhühner die wir haben,- ganz klare Sache, der Fuchs muß bejagt werden! Wenig später habe ich etwas für die Hege unseres wenigen Federwildes getan. Es ist erst später Nachmittag, eine ganze Weile passiert nichts, außer die auf der Wildwiese hoppelnden Hasen lassen sich in keinster Weise stören. Ganz hinten am Getreidefeld hin zum Kiefernwald kann ich später eine ganze Familie Jungfüchse beobachten, die ausgelassen spielen. Es sind 4 Jungfüchse und die Fähe aber sehr weit weg. Irgendwo in der Nähe muß also der Bau sein, ggf. werden wir hier dann ab dem Spätherbst mit dem Teckel die Baujagd betreiben, wenn es möglich ist. Jetzt aber schaue ich dem Spiel der Jungfüchse zu. Damwild kommt gegen 20.00 Uhr aus den Einständen raus, es lässt sich wenig stören, sie wissen wahrscheinlich, es kann ihnen nichts passieren. Meine Teckeline ist ganz brav und verschläft bei der Wärme den Nachmittag am Kanzelboden. Ich überlege ob ich jetzt nach Hause fahren soll, da ich ja am Montag wieder früh raus muß oder ob ich nicht doch noch die Natur genießen soll. Da ich gegen 17.30 Uhr den Fuchs gestreckt hatte, glaubte ich nicht wirklich dran, dass sich noch evtl. Rehwild blicken lässt. Neela wurde langsam wieder wach, ich hole sie mit auf die Bank damit sie ihre Nase ein wenig aus dem Fenster halten konnte. Sie wittert und erblickte einen ca. 20m entfernten Hasen, den sie fixierte aber ganz ruhig bleibt. Allerdings bebt sie am ganzen Körper. Ich nehme noch mal mein Glas hoch und sehe doch tatsächlich nicht weit von meinem Sitz entfernt im hohen Gras ein Reh. Ich freue mich und denke, schön jetzt hast du noch Gelegenheit eine Ricke mit Kitz beobachten zu können. Neela verbanne ich wieder auf den Kanzelboden, denn ich möchte jetzt in Ruhe die Ricke beobachten. Sie muß aus den Sonnenblumen gekommen sein, die momentan eine ideale Deckung und Nahrungsquelle bieten. Ich konnte sie fast eine Stunde gut beobachten, nur ein Kitz war nicht dabei. Durch das hohe Gras war sie auch sehr schwer anzusprechen um beurteilen zu können ob es tatsächlich eine führende Ricke war oder ein Schmalreh. Zeitweise verschwindet sie in der Birkenverjüngung um dann wieder zur Wildwiese rauszukommen um zu äsen. Der Bewuchs ist dort nicht sehr hoch und ich kann abchecken, das es sich um ein Schmalreh handelt, kein Gesäuge, jugendlich aussehend, steht voll in der Sommerdecke, sie ist recht zierlich und an den Flanken nicht eingefallen. Es ist die Chance noch ein Schmalreh zu strecken, bevor sie gar nicht mehr von den Ricken zu unterscheiden sind. Ich nehme die Chance war und um 21.30 Uhr nimmt Neela ihre Beute in Besitz. Als das Stück versorgt ist, zeigt die Uhr schon 22.15 Uhr, es wird dunkel. Schnell fahre ich noch zu Lothar, denn ich wollte das Stück heute nicht mehr mit nach Hause nehmen, es sollte in die Wildkammer. Lothar ist noch wach, wir wiegen,- 12,5 kg bringt das Schmalreh auf die Waage, dann füllen wir den Wildursprungsschein aus und ab geht es nach Hause. Ein erfolgreicher Jagdtag geht zu Ende.